Studentin der freien Kunst und Bestattungsassistentin
WS 18/19 – heute Diplomstudium Freie Kunst bei Stephan Baumkötter (Malerei) sowie Ingo Vetter (Bildhauerei)
HOCHSCHULE FÜR KÜNSTE BREMEN
Seit 2022 Arbeit in einem Bestattungsinstitut, Bereich Verstorbenenfürsorge, Caspary Bestattungen
WS 12/13 – SS 2017 Bachelor of Science Land- u. Gartenbauwissenschaften, Zweitfach Kunst- und Bildgeschichte
HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN
Aktuell
06. Februar bis 16. Februar 2025 „Letzte Räume“ Diplomausstellung in der Galerie K-Strich, Bremen
Gruppenausstellungen
10/2024 bis 01/2025 „Reality Check – wenn Dinge nicht sind wie sie scheinen„, Kunstmuseum Ahlen
11/2024 bis 01/2025 Gemeinschaftsausstellung zum Werner-Kühl-Preis 2024, Kreismuseum Syke
04/2024 bis 01/2025 start56 2023/24, Gopea Kunstraum, Burg Bentheim
05/2024 „End Expo 2024: a Trade Fair for The Palliative Turn“, Bauhaus Museum Dessau
03/2024 „books books books – Künstlerbücher von Studierenden der Buchkunst aus Bremen, Essen und Halle“, Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
09/2023 „Artists as Independent Publishers“,internationale Künstlerbuchausstellung, Tokyo University of the Arts
07/2022 „The Palliative Turn“, Gruppenausstellung Künstlerhaus Bremen
12/2021 „Artists as Independent Publishers“, internationale Künstlerbuchausstellung, Sint Lucas Antwerpen
08/2021 „Kreisläufe“, Gruppenausstellung, Im Grünen Bereich Berlin
07/2021 Artist in Residence Programme, Akademie für Suffizienz, Reckenthin
06/2021 „Forced Feral – Erzwungene Verwilderung“, Gemeinschaftsausstellung, Springhornhof Neuenkirchen
04/2021 „Artists as Independent Publishers“, internationale Künstlerbuchausstellung, Weserburg Bremen
03/2021 “18 Künstler – 18 Kunstwerke”, Gemeinschaftsausstellung zum Werner-Kühl-Preis 2020, Kreismuseum Syke
09/2020 “Kunst statt Kommerz”, The Hidden Art Project, Oldenburg
09/2020 „Unkraut“, KunstRaum/ArtSpace 2020 “Alte Bürger” Bremerhaven
07/2020 “Gegenüber vom Deich”, Gemeinschaftsausstellung, Villa Sponte Bremen
01/2020 “Performing Melancholia!” Gruppenperformance, Hochschule für Künste Bremen
06/2019 „Performance/Intervention/Ausstellung„, Gruppenprojekt, MS Seute Deern Hamburg
06/2019 „Westentasche“ Gruppenausstellung Klasse Baumkötter, Galerie des Westens Bremen
05/2019 „Montage am Dienstag“, Gruppenausstellung Klasse Baumkötter, Montagehalle HBK Braunschweig
Preise/Auszeichnungen
02/20225 Ahlener Kunstsprung
01/2022 Stipendiatin der Künstler*innenförderung CUSANUSWERK E.V. BONN
02/2020 3. Hochschulpreis Freie Kunst „Someday we´ll be eaten by our food„, Malerei und Installation
1. Hochschulpreis Interdisziplinäre Projekte PERFORMING MELANCHOLIA, Gruppenperformance mit Raphael Sbrzesny
Statement
Künstlerin, Naturwissenschaftlerin, Bestattungsassistentin – auf dieser interdisziplinären Perspektive beruht meine kreative Gesamtvision. Grundlegendes künstlerisches Thema meiner Arbeit ist der Tod, das Werden und Vergehen von allem Lebendigen.
Die wissenschaftliche Ausbildung beeinflusst meine künstlerische Herangehensweise: Faszination, Phänomene zu beobachten, die normalerweise unter der Oberfläche verborgen sind. Wie laufen die komplexen Zersetzungsprozesse im Boden ab? Was passiert mit einem Kadaver auf dem Meeresgrund? Wie finden organische Materialien ihren Weg in den natürlichen Kreislauf?
Daraus resultiert die inhaltliche Inspiration für Zeichnungen, Malereien und Keramikarbeiten. Diese werden in raumgreifenden Installationen miteinander kombiniert: Auf der einen Seite laborartige Situationen wie in einem biologischen Institut, auf der anderen Seite Gemälde, die sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit bewegen. Ergebnisse der Untersuchungen und Recherchen werden in Künstlerinnenbüchern festgehalten.
Zentrales Medium ist die Zeichnung. Sie fungiert weder rein illustrativ oder deskriptiv, noch dient sie allein der ästhetischen Darstellung. Vielmehr entwickelt sie eine Sprache zwischen den bestehenden Disziplinen.
Obwohl mein Vorgehen von Ernsthaftigkeit geprägt ist, spielt Humor ein wichtige Rolle. Unter Anderem deshalb bin ich Mitglied der „Association for a Palliative Turn“ (APT), einer ergebnisoffenen interdisziplinären Kollaboration, die Konzepte und Methoden der Palliativmedizin auf die aktuellen Krisen der Zivilisation anwendet und eine palliative Wende fordert.
Ich unterstütze die „death-positive-Bewegung“, die den Tod als natürlichen Teil des Lebens akzeptiert, und engagiere ich mich im Rahmen einer „death-care-revolution“ für die Anerkennung alternativer Bestattungsformen. Meine künstlerische Arbeit dient als Plattform um diese existenziellen Themen zu visualisieren und einen offenen Dialog über den Tod zu fördern. Sie soll ermutigen, über die eigene Beziehung zur Natur und zum Tod nachzudenken sowie eine neue Perspektive auf das (eigene) Sterben zu gewinnen.
Außerdem positioniere ich mich entschieden gegen das Töten und Ausbeuten von Tieren sowie die (Trophäen-)Jagd. In meinen Werken reflektiere ich diese Haltung und hinterfrage gesellschaftliche Ansichten über den Umgang mit anderen Lebewesen. Ich bin davon überzeugt, dass Gewohnheiten und Traditionen kritisch hinterfragt werden müssen, um mittels tiefer Wertschätzung für das Leben eine nachhaltige und ethische Zukunft zu gestalten.