Hegeschau2020


Hegeschau2020, 2020
Keramik, Geweihfarn (Platycerium)
ca. 50 x 35 cm

Die Arbeit Hegeschau 2020 verortet sich im Spannungsfeld von naturkundlicher Sammlung, jagdlicher Repräsentationskultur und musealer Objektivierung des einst Lebendigen.

Vor dem Hintergrund globaler Verflechtungen zwischen Mensch, Tier und Krankheit rückt die Arbeit jene Objekte in den Fokus, die als Relikte einst lebendiger Körper zirkulieren und zwischen Ware und Symbol oszillieren. Der Titel verweist auf die jagdliche Praxis der Hegeschau als ritualisierte Form der Sichtbarmachung, Klassifizierung und Bewertung von Leben im Nachhinein. Die Trophäe erscheint dabei als ambivalentes Bild zwischen Dokumentation und Fetischisierung oder Machtrepräsentation.

Indem die Künstlerin den Gestus der Präparation aufgreift und zugleich unterläuft, verschiebt sich die Logik: Aus einem keramischen Tierschädel wächst ein Geweihfarn. In dieser Umkehrung überlagern sich Tod und Wachstum, Objekt und Organismus.

 

Ausgestellt in der dezentralisierten Außenausstellung KUNST STATT KOMMERZ vom 11.09.2020 bis zum 21.09.2020 organisiert von The Hidden Art Project.

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